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Mittwoch, 21. März 2012

21.03.2012 - erinnerung



ich hab gestern noch in meinem fundus gegraben und etwas gefunden das ich 2004 auf der sommerakademie auf zakynthos mit hilfe eines wunderbaren lehrers geschrieben habe:

themenvorgabe war: kombination des schönsten festes und einer lieblingsfarbe

zeit: 30 minuten
mein fest: karneval in der karibik
meine farbe: rot

roter karneval
der tag begann, wie auch schon die vorangegangenen in diesem traumhaften urlaub, mit einem ausgiebigen, langen frühstück auf der terrasse unter karibischer sonne inmitten einer farbenprächtigen umgebung. es versprach wieder heiss zu werden, heiss, feucht und schwül, eben karibisch. ein ganz besonderer tag war es, ein dienstag im februar, faschingsdienstag! schon seit tagen konnte man das hektische treiben der kariben beobachten. hektisch? na ja, nicht wirklich angesichts des sonstigen lebenstempos auf der insel, aber eben etwas schneller  als sonst. jede, noch so kleine wellblechhütte war festlich geschmückt. mit den einfachsten mitteln. bunte papierblüten, in der sonne schillernde plastikgirlanden, tiefgrüne palmwedel mit schleifen aus bunten stoffresten in allen regenbogenfarben. die strassen mit wimpeln und selbstgebastelten fahnen geschmückt. alle erdenklichen farben. bunt und ansteckend fröhlich. aber eine farbe dominierte...rot, ein strahlendes leuchtendes, kräftiges rot. es fand sich nicht nur in den dekorationen, sondern auch in fast jedem prächtigen kostüm der inselbewohner und strahlte mit den augen der träger um die wette. man konnte gar nicht anders, wurde mit hinein gezogen in den strudel der fröhlichkeit, der farbenpracht und des ausgelassenen tanzens. es gab keinen menschen auf dominica, der an diesem tag nicht feierte. alles vibrierte, die klänge von raggey, das dumpfe schlagen der trommeln, das lachen und singen der menschen, die vielfältigkeit derr farben und tropischen gerüchen, all das integrierte mich mitten hinein in dieses fest, hat mich teilhaben lassen an einer ausgelassenheit und fröhlichkeit, wie ich sie vorher noch nie erlebt hatte. und immer wieder dieses rot, dieses einzigartige rot. es gehört seit damals zur karibik, zu dominica, zum karneval und eben seit jenem dienstag zu mir und meinen schönsten erinnerungen.

dazu ein gedicht, bezogen auf die vorangegangenen geschichte
aufgegliedert in:

1. die frage von wo (wie, warum...) mit alternativen
2. konkrete situation im mittelteil
3. antwortversuch

zeit 15 minuten

dieses rot!
nicht orange,
nicht gelb oder blau.
dieses rot!
ich schliesse die augen
und habe es vor mir.
weil es in mir ist
da es um mich ist
dieses strahlende rot!
seit jenem bunten tag.
..und genau diese farben sind gerade IN mir..UM mich...

ERINNERUNGEN SIND UNAUSLÖSCHLICH

Kommentare:

  1. Ich wünsch Dir Alles Gute auf Deinem Weg. Es ist DEIN Weg, tu es für Dich. Es ist zu schaffen, aber einfach ist es nicht.
    Ich habe lange Jahre mit einem Mann gelebt, der noch heute sein Leben an den Alkohol verschenkt hat. Die Kinder (inzischen erwachsen) haben ihn irgendwann aus dem Leben gestrichen .... unsere Ehe ging kaputt. Er hat nie verstanden, dass er es für sich lassen sollte.
    Du schreibst so schön, Deine Gedanken sind so sympathisch. Das kannst Du schaffen, und so ganz nebenbei wird es Deinem HM auch guttun....
    viele Grüsse
    Elisabeth

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    1. liebe elisabeth,
      danke für deine lieben zeilen, ja ich tu es für mich ... und nur für MICH. es tut mir sehr leid dass du und dein exmann es nicht geschafft habt. so weit will ich nicht kommen bzw. es nicht so weit kommen lassen...ich will mein leben nicht verschenken sondern jede minute und jede sekunde auskosten..ohne "hilfsmittel"..ich möchte meinem sohn in die augen schauen können...ohne schlechtes gewissen und ohne lügen...und einfach ICH sein...
      lg
      gitti

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